Ziele

Mentee+Schema_HalleDie Verfolgung einer Wissenschaftskarriere stellt für Frauen nach der Promotion eine besondere Herausforderung dar. Weibliche Karrierewege sind aufgrund der insgesamt schwierigeren beruflichen Gesamtsituation von Wissenschaftlerinnen (vgl. Postdoc-Studie der Universität Jena 2011) oftmals komplizierter und Postdoktorandinnen werden im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bei ihrer persönlichen Karriereplanung seltener durch informelles Mentoring begleitet.

Dadurch profitieren Frauen in geringerem Maße vom Wissens- und Erfahrungstransfer durch etablierte Wissenschaflter und Wissenschasflterinnen zu karriererelevanten Fragen und sind weniger in internationale Netzwerke integriert. Für den Aufbau einer wissenschaftlichen Laufbahn spielen diese Faktoren neben einer hervorragenden Qualifikation jedoch eine entscheidende Rolle.

Das Mentoring-Programm möchte diesen nachteiligen Qualifizierungsbedingungen entgegenwirken und leistungsstarken Postdoktorandinnen, die eine Wissenschaftskarriere erkennbar anstreben, gezielte Unterstützung zukommen lassen bei der

  • Vermittlung karriererelevanten Wissens
  • Entwicklung und Verfolgung individuell tragfähiger Karrierestrategien und -kompetenzen
  • Einbindung in internationale Netzwerke.

Eine Teilnahme am Mentoring-Programm eröffnet darüber hinaus allen Beteiligten vielfältige Chancen.

Chancen für Mentees

  1. Stärkung der Selbstkompetenzen (Empowerment)
  2. Einblick in unterschiedliche Universitätsstrukturen und Fachkulturen
  3. fundierte persönliche Karriereentscheidung auf der Basis einer umfassenden Reflexion über Wissenschaft als Laufbahn
  4. Gewinnung von karriererelevantem formellem und informellem Wissen über Strukturen, Prozesse und Spielregeln des Wissenschaftsbetriebs
  5. Reflexion geschlechtsspezifischer Faktoren wissenschaftlicher Laufbahnen
  6. Entwicklung einer individuellen Karrierestrategie
  7. Unterstützung bei der Planung konkreter Vorhaben und Karriereschritte
  8. Wissenschaftliche Profilbildung 
  9. Entwicklung karriererelevanten Wissens und notwendiger Schlüsselkompetenzen in Kompetenz-bereichen des wissenschaftlichen Feldes
  10. Integration in die fachspezifische internationale Scientific Community 
  11. hochschulübergreifendes (Peer-) Networking
  12. Entwicklung von Strategien zur Vereinbarkeit von Wissenschaftskarriere und Familie bzw. Dual-Career-Partnerschaft

Chancen für Mentorinnen und Mentoren

  1. neue Impulse, Perspektiven und Feedback
  2. Erweiterung eigener Kontaktnetze und Anbahnung neuer Kooperationskonstellationen
  3. Selbstreflexion eigener Erfahrungen, Arbeitsweisen, der eigenen Rolle und des eigenen Karrierewegs
  4. Effektive Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem wissenschaftlichen Karriereweg
  5. Sichtbarmachen der Gleichstellungkompetenz
  6. Fundierte Kenntnisse zu der spezifischen Situation und den Problemen weiblicher Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Fachdisziplin
  7. Beitrag zur Erhöhung der Frauenanteile an den Universitäten über die effektive Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen


Chancen für die Universitäten

  1. Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  2. Qualitätssicherung durch die verstärkte und nachhaltige Einbindung des Leistungs- und Innovationspotentials hochqualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen
  3. Stärkung einer gleichstellungsorientierten Organisationskultur durch die Erhöhung der Gendersensibilität und -kompetenz der am Programm Beteiligten
  4. Steigerung der Attraktivität der Wissenschaftsstandorte für Wissenschaftlerinnen durch gleichstellungspolitisches Engagement und Profilierung
  5. Langfristige Erhöhung der Frauenanteile in gehobenen und höchsten universitären Positionen
  6. Unterstützung der Organisationsentwicklung durch interdisziplinäre, auch fakultätsüber-greifende Kontakte und Kooperationen im Rahmen des Mentoring-Programms